5. Heemstede/NL 12./13.09.2026

Zum 5. Lauf der RC LeMans Rennserie 2026, gingen wir beim MACH Heemstede/NL an den Start.

Das Rennen fand am 12./13. September 2026 statt.

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Sieger A-Finale LMP1

Sieger A-Finale LMP2

Sieger B-Finale LMP2

Rennbericht von Tobias Weist:

Vom 12.-13.09 fand beim AMCH Heemstede/NL unser fünfter Lauf der RC LeMans Rennserie statt. Nach 12 Jahren gastierte die RC LeMans Rennserie wieder auf der schnellen Strecke ganz im Westen der Niederlande. Das Rennen fand unter schwierigen nassen und feuchten Bedingungen statt. Das schreckte die RC LeMans Gemeinde nicht davon ab, um die besten Platzierungen zu fahren. Dennoch zollte das Wetter und private Verhinderungen ihren Tribut und so war es, dass z.B. die Top5 der LMP1 Rangliste nicht genannt waren. Es konnten die ersten Titelentscheidungen, bzw. gute Ausgangspositionen für unseren letzten und finalen Lauf fallen.

So hatten wir 2 Gruppen in der LMP2 Klasse und eine Gruppe in der LMP1 Klasse.Martin Schulz fuhr mit einer sehr konstanten Leistung (<0,5 zwischen Bester Runde und Durchschnitt) im Regen die schnellste Zeit des Tages direkt im ersten Vorlauf.Michel van der Velden war hinter ihm, konnte seine Zeit in Q2 auch verbessern, und scheiterte knapp an der 21. Runde. Ein starker Kevin Geurds fuhr auf P3 für die Finale, vor den alten Hasen Mathijs Hermens und Roy Pie, die die Top5 bildeten für die Startaufstellung der Finale.

Die LMP1 Fahrer fuhren ihren schnellsten Vorlauf allesamt im ersten Vorlauf. Hier zeigte wieder einmal ein starker Reinder Wilms, dass er – besonders im Regen – eine Benchmark ist und fuhr seinen ersten TQ in dieser Saison ein. Als Einziger fuhr er die 17 Runden. Dirk Elsebusch mit gut 5 Sekunden dahinter auf P2, gefolgt von Joachim Benhken und einem weiteren Jugenfahrer mit Lennox Fischer auf P4. Das halbe Grid für die Finale bildete Pascal Closset.

Zu den Finalen trocknete die Strecke schnell ab und so konnte unter leicht feuchten Bedingungen A1 und die beiden anderen Finale im komplett trockenen gefahren werden. Das erste Finale von LMP2 war tricky. Polesetter Martin Schulz leistete sich in den ersten Runden zwei Patzer, die Michel van der Velden nutzte und sich an die Spitze setzte. Mitten im Lauf gab es einen großen Wechsel der Positionen. Ben Voorhaar nutzte die Erfahrung auf seiner Heimbahn und fuhr von P6 zwischenzeitlich an die Spitze, musste diese aber kurzerhand wieder an Michel abgeben. Diesen Platz gab er bis zum Schluss nicht mehr her, auch dank des Zweikampfes zwischen Martin und Ben – mit dem besseren Ende für Martin im ersten Finale.

Das zweite Finale war dann trocken und die Zeiten wurden deutlich schneller. Martin nutzte diesmal die Pole für einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit gut einer halbe Runde Vorsprung fuhr er dem Start Trio in den Finalen davon. Michel auf Platz 2 und Kevin verteidigte seinen dritten Startplatz im zweiten Finale. Dank eines Fehlers mitten im Lauf im letzten Finale von Michel brachte Martin den sicheren Freiraum und Abstand zum restlich Feld und fuhr das Finale als verdienter Sieger mit einer Runde Vorsprung vor Michel und Paul Seyn, der sich den Weg von Startplatz sieben nach vorne bahnte. Martin hat damit seinen zweiten Saisonsieg eingefahren, vor Michel van der Velden und Ben Voorhaar, der im Tie-Break gegen Paul Seyn den letzten Podestplatz sicherte. Das B Finale gewann Phlippe Aveniere, vor Michael Finger und Joost Kuiper.

Das erste Finale in LMP1 war richtig spannend. Dirk machte direkt Druck auf Reinder und konnte Runde für Runde Abstand zum restlichen Feld aufbauen. In Runde 11 nutzte Dirk eine Unachtsamkeit von Reinder und fuhr an die Spitze, um diese direkt in der nächsten Runde wieder an Reinder abzugeben. In der Überzeit nutzte Dirk seine zweite Chance und somit einen „last-move“ für den Sieg im ersten Finale vor Reinder und Joachim Behnken mit einer Runde Rückstand. A2 war dann richtig turbulent. Nachdem Reinder seine Führung bis zur Mitte des Laufes behaupten konnte, weil Dirk bis ans Ende des Feldes gereicht wurde, schied er dann wegen Defekt aus. Dirk fuhr Runde um Runde seinen Weg nach Vorne und profitierte vom Ausfall von Reinder und übernahm die Führung. Diese musste er dann wegen eines Fehlers an Pascal Closset abgeben und dieser fuhr seinen allerersten Finallaufsieg in der RC LeMans ein. Dirk verlor im letzten Moment noch einen Platz an Joachim Behnken. So war die Entscheidung über den Tagessieg weit offen und fiel wie in LMP2, im letzten Finale. Hier fuhren Reinder, Dirk und ein starker Pascal wieder eng Runde um Runde um die Strecke. Pascal diesmal direkt mit einem Traumstart um war nach der zweiten Runde direkt auf P2, vor Dirk. Dirk eroberte seine Startposition wieder zurück und wechselte mit Reinder auch 2x die Führung. Einmal verlor Dirk auch seinen Platz erneut an Pascal. Alle Drei fuhren im Abstand von je gut einer Sekunde über die Linie. Gewinner und Tagessieger war Reinder Wilms, gefolgt von Dirk Elsebusch und Pascal Closset. Reinder, der immer im Topkreis der Fahrer zu finden ist, beendet nach einer langen Durststrecke nach Düren im Jahr 2018 wieder einen RC LeMans Lauf auf Platz Eins!

In der Rangliste bildet sich folgendes Ergebnis zum letzten Finale:
Martin Schulz hat in LMP2 mit 3 Punkten Vorsprung vor Andreas Engehorst die besten Karten auf seinen ersten RC LeMans Titel. Andreas muss das Rennen gewinnen und Martin darf maximal Dritter werden. Mit einem besseren Ergebnis wären sie Punktgleich, aber dank der bessren Platzierungen in der Saison würde der Titel zu Händen von Martin gehen. Michel van der Velden hat seinen dritten Gesamtplatz zu 100% sicher und kann sich weder verbessern, noch nach unten rutschen.


In LMP1 ist die Sache deutlich einfacher. Da Timo Schad, Patrick Schnelle und Patrick Vannieuwenhyse nicht mehr auf 4 gewertete Rennen kommen können, hat Reinder einen großen Schritt gemacht und sich auf Gesamtrang Zwei geschoben. Tobias Weist an der Spitze kann nicht mehr von dieser verdrängt werden und gewinnt seinen 6. RC LeMans Titel in Folge und kann entspannt in das letzte Rennen gehen. Für Reinder steht die Vizemeisterschaft auch so gut wie fest. Der Kampf um den letzten Podestplatz ist dahingehend weit offen, der zwischen 5 Fahrern ausgetragen wird (Pascal Closset (derzeit Dritter), Dirk Elsebusch, Joachim Behnken und das Familienduelle zwischen Vater Christian und Sohn Lennox Fischer.